• Pedale & Poeten

    Eine Idee haben. Eine Idee umsetzen. Was ursprünglich als Abschlussabend der Gruppe von Fahrern gedacht war, die im Mai diesen Jahres BBB1000 (Barmbek – Brügge – Barmbek) fuhren, wurde zu Le Fahrradabend, Pedale & Poeten.

    Wurde zu einem Abend von und über und mit interessierten Menschen und ihren Geschichten um zwei Räder. In Wohnzimmeratmosphäre.

    Ich mag dieses Format sehr. Ein Raum, eigentlich Büro. Eine weiße Wand, die gerade ausreicht, um mit dem Beamer die Bilder und Filme zu zeigen, ein Mikro. Viel Enthusiasmus. Und der Rest passiert. Und wird meistens gut.
    Alle rücken ein bisschen zusammen. Auf dem großen Sofa, auf Hockern. Auf dem Boden sitzend, stehend. Nachzüglern bleibt dann noch die Treppe von unten. Knabberzeug und Getränke gibt`s nach dem Motto: Jeder bringt Eines für sich und Eines für`s Peloton.

    Geschichten. Applaus. Austausch. Danke, für den tollen Abend. Und falls es eine Fortsetzung davon geben sollte: Ich wäre wieder dabei.

    Die „Haupt-“ Geschichten und ein paar Bilder von gestern…

    • Harald, erzähl doch mal.“ über London-Edinburgh-London 2017
    • Otto Erich – liest uns etwas vor.“
    • Erik fährt mit dem Fahrrad zum Nordkap – im Winter.“
    • „BBB1000“ Film zum 1570km-Abenteuer

    04. November 2017
    Hamburg, Rödingsmarkt

    Facebook: Critical Riders Hamburg

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    Kamera: Ricoh GR

  • Cyclocross-Fest am Moorredder

    Einweihung der ersten permanenten CX-Strecke in Hamburg

    Cyclocross? Querfeldein. Wenn sich die Rennradsaison dem Ende neigt, beginnt die der Crosser erst. Und ab sofort gibt es die erste permanente Strecke in Hamburg, auf dem ehemaligen BMX-Gelände am Moorredder in Volksdorf.

    Unzählige Stunden haben viele Menschen ehrenamtlich gearbeitet, um einen Rundkurs zu kreieren, der auch als freie Trainingsstrecke jederzeit genutzt werden kann und der am vergangenen Sonnabend mit dem Cyclocross-Fest und zahlreichen Rennen eingeweiht wurde.

    Ein schöner Nachmittag. Und sicherlich werde ich das Gelände auch mal mit dem Rad ansteuern. Danke an alle, die dazu beigetragen haben, diesen Ort zu schaffen.
    Und da ich ja immer eine meiner Kameras dabei habe, gibt`s noch ein paar Eindrücke von der Strecke…

    30. September 2017
    Hamburg, Volksdorf. Moorredder

    Web: cyclocross-land.de

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    Kamera: Ricoh GR

  • Drei Tore – null Punkte

    [dfd_heading enable_delimiter=“off“ title_google_fonts=“yes“ title_custom_fonts=“font_family:Open%20Sans%3A300%2C300italic%2Cregular%2Citalic%2C600%2C600italic%2C700%2C700italic%2C800%2C800italic|font_style:400%20regular%3A400%3Anormal“ style=“style_11″ title_font_options=“tag:h2″ subtitle_font_options=“tag:h1|font_style_italic:1″ subtitle=“Eindrücke von der Südtribüne | FCSP vs. Düsseldorf“ heading_margin=“margin-bottom:20px;“]Drei Tore – null Punkte[/dfd_heading]

    Zuhause gegen den Tabellenführer drei Tore zu erzielen, in einem guten Spiel, das sollte reichen. Zum Heimsieg. Könnte man meinen. Nicht aber, wenn nach kollektivem Freudentaumel auf der Tribüne die sofortige Ernüchterung folgt.
    Abseits. Zweimal zappelte der Ball im Netz des Düsseldorfer Tores und der Treffer galt nicht. Einmal zappelte der Ball im Düsseldorfer Tor und der Treffer zählte. Cenk Sahin brachte St. Pauli zwar wieder ins Spiel aber es reichte am Ende nicht zum Punktgewinn. Nachdem der Gegner vorher durch zwei schnelle und vermeidbare Tore in Führung gegangen war.

    Die gute Erkenntnis? Mit der gezeigten Leistung sollte auch schnell wieder der nächste Dreier zu Hause eingefahren werden können. Weiter so!

    Und sonst? Das Pfeifkonzert als Schiedsrichter Felix Brych zum Spielfeldrand lief und dort schon von Schirmträgern erwartet wurde, war beinahe so ohrenbetäubend laut, wie ich es das letzte Mal beim Saisonauftakt in Bochum hörte.

    Außerdem? Happy Birthday em:sp zu zehn Jahren.

    Und meine Eindrücke in Bildern…

    23. September 2017 | Spieltag 08
    Hamburg, Millerntor

    FCSP vs. Düsseldorf 1:2 (1:2)
    [announcement icon=“dfd-icon-photocamera_2″ use_google_fonts=“yes“ custom_fonts=“font_family:Open%20Sans%3A300%2C300italic%2Cregular%2Citalic%2C600%2C600italic%2C700%2C700italic%2C800%2C800italic|font_style:300%20light%20regular%3A300%3Anormal“ full_width_background=“show“ main_style=“style-3″ main_layout=“layout-3″ font_options=“font_size:11″ content_bg=“#f9f8f9″ icon_color=“#3b9daa“ border_color=“#f9f8f9″]Ricoh GR[/announcement]
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  • Oskar unterwegs…

    [dfd_heading enable_delimiter=“off“ title_google_fonts=“yes“ title_custom_fonts=“font_family:Open%20Sans%3A300%2C300italic%2Cregular%2Citalic%2C600%2C600italic%2C700%2C700italic%2C800%2C800italic|font_style:400%20regular%3A400%3Anormal“ style=“style_11″ title_font_options=“tag:h2″ subtitle_font_options=“tag:h1|font_style_italic:1″ heading_margin=“margin-bottom:20px;“]Oskar unterwegs…[/dfd_heading]

    Darf ich vorstellen: Oskar, Specialized Stumpjumper HT. Manchmal ein bisschen übermütig – was ich dann mit blauen Flecken bezahlen darf – aber immer ein treuer Begleiter. Der mich auch abends in dunklen Wäldern noch nicht hat stehen lassen, wenn die Tour mal etwas länger dauerte.

    2007/2008 habe ich nach vielen Jahren Fußball meine Schuhe gegen zwei Räder getauscht. Mountainbike. Immer schon. Auch bevor ich Oskar 2012 adoptierte. Und glücklicherweise hat er es mir auch nicht übel genommen, dass er hier in Hamburg erstmal im Keller stand.

    Zeit wurde es, ihm endlich wieder Auslauf zu geben.

    Und darum geht’s hier, um den Spaß am Unterwegs sein, das Toben im Wald, das Einatmen von unverbrauchter Luft und visuelle Eindrücke, von denen ich unterwegs – natürlich – ein paar festhalte.

    28. August 2017
    Mümmelmannsberg > Aumühle > Bergedorf

    [announcement use_google_fonts=“yes“ custom_fonts=“font_family:Open%20Sans%3A300%2C300italic%2Cregular%2Citalic%2C600%2C600italic%2C700%2C700italic%2C800%2C800italic|font_style:300%20light%20regular%3A300%3Anormal“ full_width_background=“show“ main_style=“style-3″ main_layout=“layout-3″ font_options=“font_size:11″ content_bg=“#f9f8f9″ icon_color=“#3b9daa“ border_color=“#f9f8f9″]Download: GPX-Track der Strecke[/announcement][announcement icon=“dfd-icon-photocamera_2″ use_google_fonts=“yes“ custom_fonts=“font_family:Open%20Sans%3A300%2C300italic%2Cregular%2Citalic%2C600%2C600italic%2C700%2C700italic%2C800%2C800italic|font_style:300%20light%20regular%3A300%3Anormal“ full_width_background=“show“ main_style=“style-3″ main_layout=“layout-3″ font_options=“font_size:11″ content_bg=“#f9f8f9″ icon_color=“#3b9daa“ border_color=“#f9f8f9″]Ricoh GR[/announcement]
    [dfd_heading enable_delimiter=“off“ title_google_fonts=“yes“ title_custom_fonts=“font_family:Open%20Sans%3A300%2C300italic%2Cregular%2Citalic%2C600%2C600italic%2C700%2C700italic%2C800%2C800italic|font_style:400%20regular%3A400%3Anormal“ style=“style_03″ title_font_options=“tag:h4″ subtitle_font_options=“tag:h5|font_style_italic:1″ subtitle=“28. August 2017″ subheading_margin=“margin-bottom:10px;“]Mümmelmannsberg > Aumühle > Bergedorf[/dfd_heading]

    Der Lichtkegel vor mir bahnt sich seinen Weg in dem Tempo, das ich vorgebe. Es raschelt immer wieder um mich herum. Mal huscht ein Vogel über den Weg. Mal taucht ein Schatten plötzlich vor mir auf. Und ich erschrecke mich nicht nur einmal davor. Vor den Silhouetten von Blättern in meinem eigenen Scheinwerferlicht. Kurz nach acht Uhr ist es zwar noch nicht wirklich dunkel, aber zwischen die dicht stehenden Bäume fällt stellenweise kaum noch Tageslicht.
    Ich schiebe deswegen immer wieder. Weil mir der Weg zu hügelig und zu verwurzelt ist. Ein langes Wegstück hin und begleitet von Flüchen das lange Stück wieder zurück, weil auch Abzweigungen zwischendurch mit Flatterband und einem dahintergeklemmten A4-Papier versperrt sind: Gesundheitsgefahr durch den Eichenprozessionsspinner. Auf dem Geschichtspfad zwischen Bergedorf und Börnsen. Da der mich scheinbar nicht weiter auf meiner geplanten Strecke Richtung Zuhause führt, es immer dunkler wird und mir langsam auch die Lust vergeht, entscheide ich mich für die Bahn als Transportmittel. Oskar sieht das nach Problemen mit der Bremse unterwegs, eine kräftige Dusche mit Wasser aus der Trinkflasche brachte immer wieder Abhilfe, glücklicherweise genauso. Und wir sparen uns Diskussionen.

    Zu schnell ist unterwegs die Zeit auf der Uhr verflogen, seit dem Start am U-Bahnhof Mümmelmannsberg, um für heute noch weiterzufahren. Bille-Wanderweg, Reinbek, Aumühle und Börnsen sind grobe Wegpunkte der 54 Kilometer langen Strecke, als ich nach neun Uhr schließlich zufrieden in der Bahn sitze. Die Eindrücke des Tages im Kopf und den intensiven Geruch von Nadelwald noch in der Nase.

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  • Le Fly

    [dfd_heading enable_delimiter=“off“ title_google_fonts=“yes“ title_custom_fonts=“font_family:Open%20Sans%3A300%2C300italic%2Cregular%2Citalic%2C600%2C600italic%2C700%2C700italic%2C800%2C800italic|font_style:400%20regular%3A400%3Anormal“ style=“style_11″ title_font_options=“tag:h2″ subtitle_font_options=“tag:h1|font_style_italic:1″ subtitle=“FCSP Saisonabschluss-Party“ heading_margin=“margin-bottom:20px;“]

    Le Fly

    [/dfd_heading]

    Sonntag. Beste Kaffeezeit. Sonne. Und ein entspanntes letztes Heimspiel für diese Saison im Millerntor. Vor der Party im Knust mit der Mannschaft.

    Meine Bilder gibt es allerdings in der umgekehrten Reihenfolge. Nach analog im Stadion habe ich die zu Le Fly tobende Menge nämlich mal wieder digital fotografiert. Die kleine Ricoh GR wird als letzte digitale auch weiterhin ihren Platz in meiner Tasche haben, vor allem deswegen, weil ihre Bilder mit ein paar in-Kamera-Einstellungen und Anpassungen in Lightroom der analogen Ästhetik gut nahe kommen.

    Und bis zum Saisonabschluss in Bochum habe ich dann sicherlich auch die analogen Filme aus Kaiserslautern und gegen Fürth entwickelt und gescannt.

    14. Mai 2017
    Hamburg, St. Pauli

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  • Smash G20

    [dfd_heading enable_delimiter=“off“ title_google_fonts=“yes“ title_custom_fonts=“font_family:Open%20Sans%3A300%2C300italic%2Cregular%2Citalic%2C600%2C600italic%2C700%2C700italic%2C800%2C800italic|font_style:400%20regular%3A400%3Anormal“ style=“style_11″ title_font_options=“tag:h2″ subtitle_font_options=“tag:h1|font_style_italic:1″ subtitle=“Demo der Fanszene des FCSP“ heading_margin=“margin-bottom:20px;“]Smash G20[/dfd_heading]

    Am 07. und 08. Juli findet der G20-Gipfel in Hamburg statt.

    Aus Protest dagegen rief die Fanszene des FC St. Pauli zu Aktionen gegen G20 auf. Abschluss des Actiondays im Rahmen des Heimspiels gegen Heidenheim war die Demo nach dem Spiel vom Stadion durch das Karoviertel zu den Messehallen.

    Laut offiziellen Angaben nahmen etwa 2.700 Menschen an der friedlichen Kundgebung teil.

    28. April 2017
    Hamburg, St. Pauli und Karoviertel

    [announcement icon=“dfd-icon-photocamera_2″ use_google_fonts=“yes“ custom_fonts=“font_family:Open%20Sans%3A300%2C300italic%2Cregular%2Citalic%2C600%2C600italic%2C700%2C700italic%2C800%2C800italic|font_style:300%20light%20regular%3A300%3Anormal“ full_width_background=“show“ main_style=“style-3″ main_layout=“layout-3″ font_options=“font_size:11″ content_bg=“#f9f8f9″ icon_color=“#3b9daa“ border_color=“#f9f8f9″]Ricoh GR[/announcement]
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  • Unexposed

    [dfd_heading enable_delimiter=“off“ title_google_fonts=“yes“ title_custom_fonts=“font_family:Open%20Sans%3A300%2C300italic%2Cregular%2Citalic%2C600%2C600italic%2C700%2C700italic%2C800%2C800italic|font_style:400%20regular%3A400%3Anormal“ style=“style_11″ title_font_options=“tag:h2″ subtitle_font_options=“tag:h1|font_style_italic:1″ subtitle=“Mein Arm. Mein Tattoo. Das Erste.“ heading_margin=“margin-bottom:20px;“ title_t_heading=““ subtitle_t_heading=““]Unexposed[/dfd_heading]

    Ich geb’s ganz offen zu. In manchen Dingen bin ich ein ziemliches Weichei. „Geh‘ jetzt in den Laden rein. Los. Lohoooos.“ Antwortet der Lieblingsmann, als ich ihm schreibe, dass ich bereits zweimal am Tattoostudio vorbeigelaufen bin. Weil der Kopf trotz Wunsch zur Überwindung noch Runden um den Block brauchte. Das kleine Motiv die extra Meter an diesem nass-kalten Samstagnachmittag aber eigentlich gar nicht wert ist.

    Jetzt also. Superstardestroyer im Karoviertel. Türklinge runtergedrückt. Schicker Laden. Sympathische Leute. Kurz gequatscht und dem Angebot sofort gefolgt, in einer Stunde zum Stechen gleich wieder zu kommen. Erneute Runde um den Block zum Zeitvertreib.

    Ledersessel. Tresen. Motiv anpassen. Ausdrucken. Vorlage aufbringen. Ansetzen. Wollen. „Uhm. Was ist denn, wenn ich jetzt gleich zucke?“ Frage ich, als die Nadel beinahe schon meine Haut berührt. „Nicht so toll.“ Sagt der Tätowierer. „Gut. Weil meine Hand zittert grad.“ Füge ich noch hinzu. Und er beginnt an einer Stelle, die ein Zucken durchaus verkraften könnte. Erster Eindruck. Harmlos. Schwarz für das Motiv. Weiß an wenigen Stellen, um ein späteres Zusammenlaufen der Buchstaben zu verhindern. „Die kleinen Punkte sieht man aber schon bald nicht mehr.“ Erklärt er. Sticht. Putzt ab. Fertig.

    Ha! War ja gar nicht schlimm. Im Gegenteil. War super. Danke, Philipp.

    26. November 2016
    Hamburg, Karoviertel | Glashüttenstraße 3

    * * *
    Tattoo-Studio | Superstardestroyer
    TätowiererPhilipp List
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  • Unterwegs mit dem FC Lampedusa

    [dfd_heading enable_delimiter=“off“ title_google_fonts=“yes“ title_custom_fonts=“font_family:Open%20Sans%3A300%2C300italic%2Cregular%2Citalic%2C600%2C600italic%2C700%2C700italic%2C800%2C800italic|font_style:400%20regular%3A400%3Anormal“ style=“style_11″ title_font_options=“tag:h2″ subtitle_font_options=“tag:h1|font_style_italic:1″ subtitle=“NoBorder Tour 2016 | Zu Gast beim Husumer SV Team Nord Hafen“ heading_margin=“margin-bottom:20px;“ title_t_heading=““ subtitle_t_heading=““]Unterwegs mit dem FC Lampedusa[/dfd_heading]

    Dort wo das Dach aufhört prasselt der Regen auf den Asphalt des Bahnsteiges. Nur ein Mitarbeiter in seiner orangefarbenen Sicherheitsweste hebt sich ab vom diesigen Grau an diesem frühen Samstagmorgen. Andere schleichen mit müden Blicken an uns vorbei. Es ist kurz nach sieben Uhr. Vor der noch heruntergelassenen Fassade des Elektromarktes im Bahnhof Altona stehen ein paar Sporttaschen auf dem Boden. Füße drum herum.

    Eins, zwei, drei, vier… Noch sind nicht alle da. Von den nach und nach Ankommenden werde ich mit Handschlag begrüßt. …fünf, sechs, sieben… Sie zählt und hakt die Namen auf einer Liste ab. Legt den Notizblock zwischendurch immer wieder auf eine Tasche. FC Lampedusa Hamburg, klebt ein runder Sticker darauf. Klick. Nach meinem ersten Foto davon überdeckt sie den mit einem aktuellen. Aus Hamburg wurde St. Pauli. Aus dem Blau im Logo wurde braun. Aus der Assoziation Meer wurde Erde. Geerdet. Angekommen. Das ist der Wunsch.

    Als der Zug schließlich mit etwas Verspätung aus dem Bahnhof rollt, sind wir 20. Zwei Trainerinnen und 17 Jungs, Spieler des FC Lampedusa St. Pauli auf dem Weg nach Husum und ich. Heute zum ersten Mal dabei. Mit Kamera und Filmen im Rucksack.

    Der FC Lampedusa spielt im Rahmen seiner NoBorder Tour gegen den Husumer SV Team Nord Hafen. Dass die Partie gegen das Integrationsteam am Ende 1:6 ausgeht, ist nebensächlich. Der Gastgeber ist vor allem körperlich überlegen und das Spiel auf Großfeld und Rasen gewohnt. Die Hamburger zeigen aber immer wieder gute Ansätze, belohnen sich mit dem Ehrentreffer und bekommen Applaus von den Zuschauern, die inzwischen zahlreich an der Bande lehnen.

    Dem Freundschaftsspiel folgt ein gemeinsamer Nachmittag. Mit Sonne. Mit viel Lachen. Mit Krabbenbrötchen und Kuchen. Mit Selfies und Gruppenfotos. Und mit Döner auf dem Asphalt sitzend vor einem kleinen Stadtrundgang und einer herzlichen Verabschiedung am Bahnhof, als der Zug abends einrollt.

    Es ist ruhig im Abteil. Hier und da eine leise Unterhaltung. Etwas Musik. Einige der Jungs schlafen quer auf den Sitzen liegend. Zeit, den Tag zum ersten Mal etwas Revue passieren zu lassen. Zeit für Gespräche, die nicht vordergründig mit dem heutigen Spiel zu tun haben. Gespräche, die von den Jungs handeln, von ihren Geschichten. Von Flucht und Ankommen. Von der Ungewissheit einer drohenden Abschiebung. Gespräche, die davon handeln, dass sie diese Gedanken an einem Tag wie heute vergessen können.

    Mein Blick wandert zu den Schlafenden. Visuelle Eindrücke und Gesprächsfetzen vermischen sich. Manche so extrem gegensätzlich, dass es surreal wird.

    Selbst gehen. Als Letztes vor einer drohenden Zwangsabschiebung und der Verweigerung einer erneuten Einreise. Ein Alltag in ständiger Ungewissheit vorher. Integration mit immer wieder befristetem Aufenthalt im Hinterkopf.
    Jungs mit schmalen Schultern. Mit zum Teil traumatischen Erlebnisse in der alten Heimat und mit Strapazen während der Flucht nach Hamburg. Jungs, gerade erst angekommen, die hier zur Schule gehen, neue Freunde haben, die die Sprache sprechen, die Fußball spielen. Jungs, die Zukunftspläne haben. Sie müssen entscheiden, wann sie genau das wieder aufgeben.

    Wir haben ihnen gesagt, dass sie uns Bescheid sagen sollen, wann der Bus fährt. Dass wir uns wenigstens noch von ihnen verabschieden können. Sie schluckt und wird still.

    Um kurz nach zehn Uhr abends endet der gemeinsame Tag wieder am Bahnhof Altona. Mit Umarmungen zum Abschied bevor sich die Jungs ihre Taschen schnappen und in unterschiedliche Richtungen verschwinden. Bis zum nächsten Mal. Aber zwei von ihnen werden dann nicht mehr dabei sein. Weil der Bus abfuhr.

    17. September 2016
    Husum, Schleswig Holstein

    Husumer SV Team Nord Hafen vs.
    FC Lampedusa St. Pauli 6:1 (4:0)
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    FC Lampedusa St. Pauli | „We are here to play. We are here to stay.“ Fußballclub, seit August 2016 unter dem Dach des FC St. Pauli, mit Wurzeln im Viertel. Entstanden aus der Gruppe Lampedusa-Flüchtlingen, die im Winter 2012/13 Hamburg erreichten. Zugänglich für jeden, der Fußball spielen möchte. Dabei ist es unwichtig, wie die Jungs nach Hamburg gekommen sind, wie lange sie bleiben werden, ob sie offizielle Dokumente haben, oder nicht. Einmal wöchentlich trainieren sie unter Anleitung des Trainerinnenteams, spielen Turniere und Freundschaftsspiele, 2016 die NoBorder Tour gegen Integrations-Teams aus den unterschiedlichen Bundesländern. | WebseiteFacebookTwitter
    Husumer SV Team Nordhafen | Integrationsteam des Husumer SV seit Frühjahr 2016. „Fußball ist das Medium. Der integrative Spirit geht für alle Beteiligten weit darüber hinaus.“ | Webseite
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    Heimspiel. The Refugees Supperts Club | Initiative von 11Freunde, um Sportvereine in ihrer Arbeit für und mit Geflüchteten zu unterstützen. | Webseite
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    [announcement icon=“dfd-icon-photocamera_2″ use_google_fonts=“yes“ custom_fonts=“font_family:Open%20Sans%3A300%2C300italic%2Cregular%2Citalic%2C600%2C600italic%2C700%2C700italic%2C800%2C800italic|font_style:300%20light%20regular%3A300%3Anormal“ main_style=“style-3″ main_layout=“layout-3″ font_options=“font_size:11″ content_border=“0″ content_bg=“#f9f8f9″]Rollei 35, Kleinbild
    Leica M4 mit Jupiter-12, Kleinbild[/announcement]
    [announcement icon=“dfd-icon-film“ use_google_fonts=“yes“ custom_fonts=“font_family:Open%20Sans%3A300%2C300italic%2Cregular%2Citalic%2C600%2C600italic%2C700%2C700italic%2C800%2C800italic|font_style:300%20light%20regular%3A300%3Anormal“ main_style=“style-3″ main_layout=“layout-3″ font_options=“font_size:11″ content_bg=“#f9f8f9″]Ilford HP5+ @1600[/announcement]
    [announcement icon=“dfd-icon-bottle_2″ use_google_fonts=“yes“ custom_fonts=“font_family:Open%20Sans%3A300%2C300italic%2Cregular%2Citalic%2C600%2C600italic%2C700%2C700italic%2C800%2C800italic|font_style:300%20light%20regular%3A300%3Anormal“ main_style=“style-3″ main_layout=“layout-3″ font_options=“font_size:11″ content_bg=“#f9f8f9″]Spürsinn HCD-80 und HCD-50 (2-Phasen)[/announcement]
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