• „…in Liga 2.“

    [dfd_heading enable_delimiter=“off“ title_google_fonts=“yes“ title_custom_fonts=“font_family:Open%20Sans%3A300%2C300italic%2Cregular%2Citalic%2C600%2C600italic%2C700%2C700italic%2C800%2C800italic|font_style:400%20regular%3A400%3Anormal“ style=“style_11″ title_font_options=“tag:h2″ subtitle_font_options=“tag:h1|font_style_italic:1″ subtitle=“Auswärts | Kaiserslautern vs. FCSP“ heading_margin=“margin-bottom:20px;“]“…in Liga 2.“[/dfd_heading]

    Zosch. Mate spritzt beim Öffnen aus der Flasche. Vögel zwitschern. Ein paar Nachtschwärmer sind noch unterwegs. Es ist längst wieder hell. Ein Kellner am Schulterblatt trägt Stühle in seinen Laden.
    Meine Hände kleben. Und ich wische sie an der Jeans trocken. Das bisschen Brause stört dort jetzt auch nicht mehr. Inzwischen habe ich mich sogar an den leicht süßlichen Geruch vom getrockneten Bier gewöhnt, der mir seit gestern Abend in der Nase liegt. Das rechte Hosenbein getränkt. Die Schuhe dunkelgrau gesprenkelt. Ich laufe weiter. Trinke einen Schluck und hänge in Gedanken beim letzten Tag.

    Es ist kurz vor sechs Uhr am Sonnabend-Morgen, als ich die Wohnungstür aufschließe, mich meiner stinkenden Klamotten entledige und ins Bett falle. Nach 24 Stunden auf den Beinen.

    Zwischen Aufstehen und Zubettgehen liegen viele Stunden im Fanladenbus auf der Autobahn. Und drei Bierduschen. Euphorischem Jubel geschuldet. Auf der Gästetribüne auf dem Betzenberg. Wo der FC St. Pauli am Freitag-Abend mit dem 2:1-Sieg gegen Kaiserslautern die letzten drei notwendigen Punkte für den Klassenerhalt holte. Und wo die ganze Anspannung der langen und nervenaufreibenden Saison mit dem Schlusspfiff abfiel.

    Stell dir einfach vor, wie du die Arme in die Luft reißt. Die Erleichterung herausbrüllst. Und deine Stimme untergeht im Geräuschebrei, weil alle um dich herum mindestens genauso laut schreien. Und du auf einmal Tränen in den Augen hast. Dir einmal kurz über das Gesicht wischst und leicht ertappt guckst. Bis du die gleichen feuchten Augen auch bei den Menschen um dich herum siehst. Leicht verschwommen. Bevor du ihnen in den Armen liegst und dich dem kollektiven Glücksgefühl hingibst, das sich mit Erleichterung mischt. Denn genau so war er. Der Moment nach Abpfiff.

    Der Rest der Stimme, der das Spiel überlebt hat, geht schließlich auf dem Weg nach draußen und nach der Abfahrt bei den Gesängen im Bus drauf. Bis in der Nacht langsam Ruhe einkehrt. Und auch meine Augen für eine Weile zufallen. Müde und glücklich. Das Summen noch leise im Ohr…

    „Ich liebe dich. Ich träum`von dir.
    In meinen Träumen bist du Europacup-Sieger.
    Doch wenn ich aufwach`, fällt es mir wieder ein.
    Spielst ganz woanders. In Liga 2.“

    In Liga 2.

    05. Mai 2017 | Spieltag 32
    Kaiserslautern, Fritz-Walter-Stadion

    Kaiserslautern vs. FCSP 1:2 (0:0)
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  • „Würde es gehen, würde ich Dich umarmen.“

    [dfd_heading enable_delimiter=“off“ title_google_fonts=“yes“ title_custom_fonts=“font_family:Open%20Sans%3A300%2C300italic%2Cregular%2Citalic%2C600%2C600italic%2C700%2C700italic%2C800%2C800italic|font_style:400%20regular%3A400%3Anormal“ style=“style_11″ title_font_options=“tag:h2″ subtitle_font_options=“tag:h1|font_style_italic:1″ subtitle=“Auswärts | Fortuna Düsseldorf vs. FCSP“ heading_margin=“margin-bottom:20px;“]“Würde es gehen, würde ich Dich umarmen.“[/dfd_heading]

    Schlusspfiff.

    Durchatmen. Einmal, zweimal. Freuen. Kopfschütteln. Erstmal wieder zu Puste kommen, in dem Moment nach Spielende, in dem sich die Empfindungen miteinander vermischen und die Anspannung langsam beginnt, sich aufzulösen. Und ab dem ich nach vielen Minuten auf Zehenspitzen wieder auf ganzem Fuß stehe.

    Auf klebrigem Boden diesmal. Weil der Bierregen nach dem Führungstreffer nicht enden wollte. Nach der Notbremse an Cenk Sahin. Rot. Er gibt rot. Raunen neben mir, als der Schiedsrichter die Hand an der hinteren Tasche hat. Stimmung in der Kurve. Der zweite Düsseldorfer Platzverweis in diesem Spiel. Nach der ersten gelb-roten Karte folgte der Euphorie allerdings die Ernüchterung durch den Gegentreffer gleich hinterher.

    Und jetzt – Christopher Buchtmann legt sich den Ball zurecht. Freistoß nahe der Strafraumgrenze. Fast ohne Anlauf. Tor. In der 83. Minute. Das Spiel gedreht. Innerhalb von fünf Minuten. Den Ausgleich hatte zuvor Philipp Ziereis erzielt.
    Die Lautstärke in der Kurve nimmt noch einmal deutlich zu. Und Aziz Bouhaddouz legt nach. Schon in der dritten Minute der Nachspielzeit.

    3:1. Auswärtssieg. Einer, der Nerven gekostet hat. Einer, der nach durchwachsenem Verlauf mit zunehmender Spieldauer dafür immer mitreißender wurde.

    Ich lehne auf dem Wellenbrecher. Heiser. Mitgenommen. Die Schultern zusammengefallen. Still noch einmal die letzten Minuten vor Augen. Freudentänze der Mannschaft. You´ll never walk alone von den Rängen. Mein Blick hängt auf dem inzwischen fast leeren Rasen. Auch die Anzeigetafel ist bereits schwarz. Um mich herum verabschieden sich Menschen.

    Drei Punkte. Elfter Tabellenplatz.

    Ab nach Hause.

    Ich rutsche tiefer in den Beifahrersitz. Aus den Boxen tönt Thees Uhlmann.

    „Hooray, hooray, horray. FC St. Pauli! Würde es gehen, würde ich Dich umarmen. Das hier ist Fußball, das hier sind Dramen.“

    Mitsingen. Mit letzter Stimme. Müde und glücklich. In die Nacht.

    Mit den besten Wünschen für den schwerverletzten Kevin Akpoguma. Gute Besserung auch Bernd Nehrig und Jeremy Dudziak.

    21. April 2017 | Spieltag 30
    Düsseldorf, Esprit-Arena

    Düsseldorf vs. FCSP 1:3 (0:0)
    [announcement icon=“dfd-icon-photocamera_2″ use_google_fonts=“yes“ custom_fonts=“font_family:Open%20Sans%3A300%2C300italic%2Cregular%2Citalic%2C600%2C600italic%2C700%2C700italic%2C800%2C800italic|font_style:300%20light%20regular%3A300%3Anormal“ full_width_background=“show“ main_style=“style-3″ main_layout=“layout-3″ font_options=“font_size:11″ content_bg=“#f9f8f9″ icon_color=“#3b9daa“ border_color=“#f9f8f9″]Rollei 35 | Ilford HP5+ @6400[/announcement]
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