Tag 03 | Sonntag, 29. Mai

1 Jahr ago
[dfd_heading enable_delimiter=“off“ title_google_fonts=“yes“ title_custom_fonts=“font_family:Open%20Sans%3A300%2C300italic%2Cregular%2Citalic%2C600%2C600italic%2C700%2C700italic%2C800%2C800italic|font_style:400%20regular%3A400%3Anormal“ style=“style_03″ title_font_options=“tag:h4″ subtitle_font_options=“tag:h5|font_style_italic:1″ subtitle=“Tag 03 | Sonntag, 29. Mai“ subheading_margin=“margin-bottom:10px;“]“Being here is a dream come true.“[/dfd_heading]

Moin! Schlaflose Stunden bei vielen. Kaffee. Nach dem Motto – viel hilft viel. Bier. Nach dem gleichen Motto.

Es ist Sonntag. Dritter Tag des AntiRa.

Kurz nach zehn Uhr. Die Platzierungsspiele beginnen heute etwas später. Zusammengewürfelte Teams. Ein Elfmeterschießen um den Finaleinzug. Pyro. Regen. Und Jubel nach dem Turniersieg vom gemeinsamen Team Roter Stern Leipzig & FC Vova.

Das Highlight des dritten Tages ist das Konzert von Esther Bejarano & Microphone Mafia vor dem Ausklang in den Fanräumen.

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Esther Bejarano hat Auschwitz überlebt. Im Konzentrationslager wurde nach Mädchen gesucht, um ein Orchester zu gründen. Ein Klavier, auf dem sie für die Aufnahme vorspielen konnte, gab es nicht. Nur ein Akkordeon. Und um das zu bespielen, reichte ihr eine kurze Einübungszeit.
Mit dem Orchester machte sie Musik, wenn neue Züge anrollten, die Menschen in den Tod fuhren.

„Mit Tränen in den Augen haben wir gespielt. Wir konnten auch nicht aufhören zu spielen, weil hinter uns die SS stand mit ihren Gewehren. Wenn wir aufgehört hätten, hätten sie uns erschossen.“

Esther Bejarano. Mit Musik gegen Rassismus.

Die Flucht gelang ihr während eines Todesmarsches 1945. Heute kämpft sie gegen Rassismus und steht für Lesungen und Konzerte gemeinsam mit ihrem Sohn und der Band Microphone Mafia auf der Bühne.

„Schaut in unsere Augen und seht die Entschlossenheit.
Hört unseren Protest. Unsere Gesänge.
Die Sehnsucht nach Menschlichkeit.
Das wichtigste Kapital der Erde, die Menschheit.
Es beginnt mit einem leisen Flüstern und endet in einem großen Aufschrei.
Wir entlarven falsche Masken, die hinter dunklen Lügen die Zukunft belasten.
Bei eurem Maskenball geben wir jetzt den Takt an.
In popolo triumphera. Mit Hand, Herz und Verstand.“

(Esther Bejarano, Avanti Popolo)

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Um die Annahme des Pokals für den Turniersieg gibt es nach drei intensiven Tagen im Millerntor keinen Zweifel. Nach einem souveränen Sieg im Finale strecken den die Männer von Roter Stern Leipzig & VC Vova in die Höhe.

Und bei anderen Endplatzierungen nimmt FC Sankt Pauli-Präsident Oke Göttlich es nicht ganz so genau.

„Sie wollten nicht Zehnter werden. Dann haben wir jetzt also drei achte Plätze.“

Jeder der 36 Mannschaften überreicht er gemeinsam mit Spieler Marc Hornschuh und Esther Bejarano ein Andenken an die drei Tage auf Sankt Pauli.

„Esther, kannst du noch küssen?“ Grinst er mittendrin die kleine Dame neben sich an.

Und die Antwort kommt promt. „Ja ja, noch viele.“

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Zum Abschluss wählt einer der Spieler noch ganz persönliche Worte, den Arm um Oke Göttlich gelegt.

„I am from Asia. Being here is a dream come true. This is one big family. Thank you.“

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Es ist Sonntagabend. Das war das AntiRa 2016.

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Sabine Scheller

Street- & Documentary Photographer living in Hamburg, Germany and traveling the world.